Am 31. Juli sprach Kardinal Willem Jacobus Eijk aus Utrecht während einer Messe im römischen Ritus im Heiligtum Unserer Lieben Frau von Guadalupe in La Crosse, Wisconsin, ein herzliches Lob für Kardinal Raymond Burke aus.
Er sagte, dass Kardinal Burke in den sozialen Medien als erzkonservativ und Traditionalist abgestempelt wird. Aber: "Die Schönheit der Liturgie zu bewundern, die die Kirche seit fast 1,5 Jahrtausenden feiert, macht ihn nicht zu einem Traditionalisten."
Kardinal Eijk fügte hinzu, dass Kardinal Burke "das Zweite Vatikanum akzeptiert und auch die Eucharistie nach dem Novus Ordo feiert, so wie wir es jetzt tun".
Und: "'Konservativ' und 'progressiv' sind psychologische Reaktionsmechanismen, die man auf Politiker anwendet, nicht auf Geistliche. Kardinal Burke, soll ich Ihnen sagen, was Ihr eigentliches Problem ist? Sie sind katholisch. Einfach katholisch."
Er fuhr fort: "Menschen, die den katholischen Glauben in seiner ganzen Fülle verkünden, müssen mit Kritik und Widerstand rechnen. Am schmerzhaftesten ist es, wenn sie aus dem Inneren der Kirche kommt, von katholischen Mitbürgern."
Abschließend erklärte Kardinal Eijk, dass Kardinal Burke der Kirche vorbildlich und mutig gedient habe und dennoch schmerzhafte Kritik, Widerstand und Demütigung aus den Reihen der Kirche erfahren habe.
St. Martin, kann man überhaupt von einer Akzeptanz des VK II sprechen, wenn behauptet wird, dass die katholische Kirche nicht mehr die wahre Kirche Jesu Christi sei?
Das hängt davon ab, worauf der Christ die Kirche als gegründet ansieht. Ist sie auf Christus gegründet, wird das Konzil richtig interpretiert. Akzeptiert sie das Glaubensbekenntnis ohne Hinzufügung und Wegnahme, ist sie die Kirche Christi. Gehört er zu ihr, ist er Teil davon. Sie glaubt an das Evangelium einschliesslich dessen Überlieferung, Sukzession und Lehramt ohne Wenn und Aber. Sieht er es hingegen als möglich an, dass derjenige im Himmel ist, der sich von Christus entfernt - getauft oder nicht, Kleriker oder nicht, Bischof oder nicht -, oder ist er nicht gewillt, sich selber Christus anzunähern, oder nimmt er zwar das Subsistit an, aber nicht auch vorbehaltlos das Est, und dies womöglich mit dem Hinweis darauf, dass er das Konzil besonders genau akzeptiere, ist er in Wahrheit ausserhalb der Kirche.
St. Martin, niemand wird jemals die von Jesus Christus gestiftete una sancta catholica et apostolica ecclesia herabstufen können, denn die Pforten der Hölle werden sie niemals überwinden, und das auch nicht durch Falotten, ich denke da besonders an die Freimaurer, die sich eingeschlichen, Funktionen in der Hierarchie eingenommen und den Glauben und Tradition dieses Heilswerkes verwässert, vernebelt oder abgeändert haben - Gott lässt Seiner nicht spotten und wird seine Schöpfung reinigen, vollenden und die Schafe von den Böcken mit den bekannten Konsequenzen trennen.
Wenn er von "gedemütigt innerhalb der Kirche" spricht - warum erwähnt er nicht mit einem Wort Msgr. Lefebvre? Wurde etwa Burke je für seine katholische Haltung "exkommuniziert" oder auch nur "suspendiert"?
Immerhin wurde Kardinal Burke wegen seiner Überzeugungen als hoher Amtsträger innerhalb der Kurie degradiert und später sogar als Patron des souveränen Malteserordens. Musste er nicht auch seine Wohnung in Rom räumen?
Mir geht der Disput, die Kämpfe und Krämpfe um die Begriffe "Traditionalismus, Traditionalisten, Pseudo-Traditionalisten und Tradition" schon einigermaßen auf die Nerven, gebe aber zu, dass das Leben für die Menschen aller Zeiten und Kulturen ein Kampf bis zum jeweiligen letzten Atemzug, sozusagen eine anthropologische Konstante ist. Heute, da bereits das Wort „Kampf“ negativ besetzt ist und mitunter sogar verstört, in einer Zeit, in der Kampf allenfalls normiert und kontrolliert noch in sportlichen Wettkämpfen geduldet wird, möchte so mancher diese Realität natürlich am liebsten aus- oder abblenden. Das gilt umso mehr einen Katholiken, allerdings bloß aus einer übernatürlichen Perspektive heraus. Es ist Lehre der Kirche, dass beim Sakrament der Firmung der Heilige Geist in die Herzen der Firmlinge eingegossen wird und dieser „vermehrt in ihnen die Kraft und Stärke gibt und vermehrt, um im geistigen Kampf streiten und den schlimmen Feinden widerstehen zu können. So gesehen ist die Firmung nichts anderes als die Heranbildung von "Soldaten" Christi, um für Gott und sein Reich und auch für Brüder und Schwestern zu kämpfen. Jeder Katholik muss, so er den Ruf Gottes und seine Berufung ernst nimmt, für Christus kämpfen und den Glauben verteidigen – gilt das dann nicht auch gerade für uns, die Katholiken der Gegenwart? Leben wir nicht heute in einer Welt, in der die Irrtümer des Liberalismus und des Modernismus in der Kirche zu triumphieren und die Gläubigen in die Apostasie zu führen scheinen, einer Welt, in der die Feinde des Glaubens (in und außerhalb der Kirche) immer offener und brutaler hervortreten, herrschen und beherrschen wollen sowie Katholiken um ihres Glaubens willen verfolgen und sprichwörtlich zu Tode hetzten, einer Welt, in der Moral- und Sittenlosigkeit als Regel gelten und das Widernatürliche die Maßstäbe setzt. Es ist mE unbedingte Pflicht, zu kämpfen, doch müssen wir bedenken, dass wir als Katholiken in diesem übernatürlichen Kampf nicht auf Erden siegen werden, denn unser Triumph wird – so Gott will und wir am Weg, die Wahrheit und das Leben festhalten – in der Ewigkeit sein. Gott will mE diesen Einsatz für ihn, für den Glauben, für seine Kirche von uns sehen. Er will, dass wir in Demut und ständiger Opferbereitschaft für das Christkönigtum in der Welt kämpfen und uns gegen die Versuchungen der Welt zur Wehr setzen wie auch gegen die Bequemlichkeit in uns, die uns verführen, versuchen und die klare Sicht verstellen und mit einem falschen Frieden betören will. Gott fordert dies alles von uns, er erwartet, dass wir unseren Dienst verrichten, dass wir nicht wegsehen und schweigen, sondern gegen Modernismus und Liberalismus kämpfen.
Wir sollten uns als Katholiken wahrscheinlich vor allem durch die glaubensfremden Kategorien von "progressiv" oder "traditionell" nicht in die Irre führen lassen. Das eigentliche Kriterium für einen Katholiken muss und wird immer nur die Frage sein, ob er Gott und Christus treu ist oder nicht!
Auch das Wort "Traditionalist", das Kardinal Eijk offenbar abwertend konnotiert, kann, mit seinem Begriff, als "psychologischer Reaktionsmechanismus" bezeichnet werden. "Traditionalist" ist ein anderes Wort für "katholisch" geworden.
Johannes 15. 18-19 Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt. Und der Volksmund sagt nicht umsonst in diesen Zusammenhang "Viel Feind - viel Ehr" Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen