Das Homosexuellen-Netzwerk des Vatikans: Geschützt durch das Staatssekretariat
Er kommentiert den Fall von Pfarrer Carlo Capella. Der Priester wurde in der Vatikanstadt wegen des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornographie inhaftiert und ist dennoch in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls zurückgekehrt - zunächst ohne offiziellen Titel und jetzt mit einer formellen Führungsbezeichnung.
Ein Beamter bezeichnete den Skandal als 'einen Akt der Barmherzigkeit'.
Lawler fragt: "Barmherzigkeit? Nicht Barmherzigkeit gegenüber den Teenagern, die von Perversen ausgenutzt wurden, um die Bilder zu liefern, die in der umfangreichen Sammlung von Pfarrer Capella gefunden wurden. Keine Barmherzigkeit gegenüber den gläubigen Katholiken, die ihr Bestes tun, um die Ehre der Kirche gegen immer ätzendere Kritiker zu verteidigen, und die sich wieder einmal dabei ertappen, wie sie das Unhaltbare verteidigen."
Lawler erinnert daran, dass Pfarrer Capella nicht an weltliche Staatsanwälte ausgeliefert wurde und dass "der Vatikan" sich einem amerikanischen Antrag auf seine Auslieferung widersetzte. Capella durfte zurück nach Rom fliehen, wo er offensichtlich eine wohlwollendere Behandlung erwartete.
Im kanonischen Prozess wurde er von "Monsignore" zu "Pfarrer" degradiert, blieb aber weiterhin ein aktiver Priester.
Lawler erklärt, warum die Behandlung milde ausfiel: "Aus demselben Grund, aus dem Marcial Maciel jahrelang keiner Prüfung unterzogen wurde, aus demselben Grund, aus dem Kardinal Law zum Erzpriester einer römischen Basilika ernannt wurde, aus demselben Grund, aus dem Theodore McCarrick als Gesandter des Vatikans ins Ausland geschickt wurde, aus demselben Grund, aus dem Pater Capella jetzt wieder im Dienst ist: Weil das Staatssekretariat sich um seine Freunde kümmert."
Er hat noch eine andere, düstere Erklärung: "Vielleicht sind so viele Beamte des Vatikans über so viele Jahre hinweg moralisch kompromittiert worden, dass niemand bereit ist, das Problem anzusprechen; jeder fühlt sich verletzlich und ist daher entschlossen, den Deckel zu halten. Vielleicht ist sexuelles Fehlverhalten so weit verbreitet, dass Vatikanbeamte es trotz ihrer öffentlichen Beteuerungen immer noch auf die leichte Schulter nehmen."
Für Lawler ist völlig klar, dass das Staatssekretariat seine eigenen Regeln schreibt - und das nicht nur in Fällen von klerikalem Missbrauch.
Bild: © Mazur/cbcew.org.uk CC BY-NC-ND, AI-Übersetzung