Gloria.tv And Coronavirus: Huge Amount Of Traffic, Standstill in Donations
miracleworker

Zulassung einer Zeit der Buße

Ein herzliches Vergelt's Gott dem Mystiker und Verfasser!

Novus-Ordo-Verbrechen in Italien: Priester wegen Taufe juristisch belangt

Hat man sich alles mit "nostra aetate" eingebrockt ...

Ziel erreicht: Die Messe ist ausgesetzt, Gott zum Schweigen gebracht - Von Pfarrer Paul Spätling

Danke für diese Zusammenfassung: Der absolute Todesstoß für die gesamte Kirche: Die dekretierte Aufhebung der Sonntagspflicht ist für alle Zeiten i r r e p a r a b e l ! Bischöflicherseits von der Sonntagspflicht zu dispensieren ist historisch einzigartig! Wo bleibt der Hinweis auf die anderweitige Erfüllung der Sonntagspflicht? Auf das Angstszenario derart aufzuspringen - in welchem …More
Danke für diese Zusammenfassung: Der absolute Todesstoß für die gesamte Kirche: Die dekretierte Aufhebung der Sonntagspflicht ist für alle Zeiten i r r e p a r a b e l ! Bischöflicherseits von der Sonntagspflicht zu dispensieren ist historisch einzigartig! Wo bleibt der Hinweis auf die anderweitige Erfüllung der Sonntagspflicht? Auf das Angstszenario derart aufzuspringen - in welchem Verhältnis zur Möglichkeit einer Ansteckung in Apotheken, Tankstellen, Einkaufszentren ? ? ?

Coronavirus: Bürgermeister weiht Venedig dem Unbefleckten Herzen Mariens

Solche Bürgermeister bräuchten wir mehr! Vorbilder für die Bischöfe!!

Leider vergessen und unbeachtet: Der 70. Todestag von Anna Henle aus Aichstetten

@svata Hora: Ja, Sie haben leider Recht! Gerade auf diesem Sender gibt es - soweit diese user jedenfalls kompatibel sind mit der überwiegenden Mehrzahl an FSSPX- bzw. FSSP-Zugeneigten, Sedis u.a. - genügend Überflieger mit geistiger Abgeschlossenheitserklärung, deren theologische Arroganz jeden Hochstapler der Linken vom Sockel reissen würde . . .

9. März 1977 - Todestag von HH Prof. DDDr. Albert Drexel

Ja, lieber Copertino, Sie haben wohl recht: hatte diesen Lesebezugsfehler auf nM bezogen und dem user einen unpässlichen Kommentar nachgestellt - bei ihm entschuldige ich mich ausdrücklich! - er meinte, so ich dank Ihres Hinweises erkenne, nicht Prof. Drexel, sondern den Ort des Verbots der Anbetung - tut mir leid! Zu schnell und unsauber gelesen - mea culpa!

Der Novus Ordo schafft sich selber ab

Danke wieder für Ihre ins Herz dringende Apostologik (Wortneuschöpfung: apologetische Logik) !

Kann man die Mundkommunion wieder einführen? - Martin Mosebach

@Mir vsjem: Sehen Sie zu, dass die Härte, mit der Sie sich hier unablässig zu Wort melden, Ihnen nicht einst zur glühenderen Hölle wird als all Ihren so abgestempelten "Separatisten" . . .

Kann man die Mundkommunion wieder einführen? - Martin Mosebach

Hesemann: "Wer den Leuten Gott in die Hand gibt, braucht sich nicht zu wundern, wenn sie sich eines Tage selbst für Gott halten."

9. März 1977 - Todestag von HH Prof. DDDr. Albert Drexel

. . . manche schlagen aus - und verüben so einen Nachschlag - bisw. einen Ausschlag oder "An- schlag"; vielleicht hat jmd. auch nur schlicht einen ... - Schlag . . .

Burke enthüllt, warum er nie die versprochene “Formelle Richtigstellung" vorgenommen hat

. . . (Semi-)Sedisvakantisten, Mega-Traditionalisten, Puritanisten, Gnostizisten, Neoarianer, Neopelagianisten, hardliner-Pragmatisten . . .

9. März 1977 - Todestag von HH Prof. DDDr. Albert Drexel

Ja, ein reiches Vergelt's Gott für das Einstellen des großen Glaubenszeugen und Visionärs H.H.Albert Drexel. Was würde dieser sagen, wenn aktuell bereits in Krankenhauskapellen die Anbetung des Allerheiligsten untersagt wird aufgrund der C-Virus Hysterie?!

Schneider: Die schmerzlichste Verfolgung ist die innerkirchliche Zerstörung alles Katholischen

Die i h r e "Wahrheit" setzen sind immer respektlos . . .

Pater Schmidberger greift Erzbischof Lenga an

Was mich grundsätzlich zwischenmenschlich stört: über jemanden Aussagen zu treffen ohne ihn persönlich um Aussprache gebeten zu haben, wie er denn den ein oder anderen Zusammenhang gemeint hat . . .

Schneider: Die schmerzlichste Verfolgung ist die innerkirchliche Zerstörung alles Katholischen

Klingt auch wirklich sehr überzogen hart - und dass WB Schneider nichts t u n würde ist ja reichlich unwahr und respektlos!

Schneider: Die schmerzlichste Verfolgung ist die innerkirchliche Zerstörung alles Katholischen

Einer der hoffnungsfrohesten Cartoons, die der Meister gezeichnet hat !

Warum führte Franziskus mit der Amazonas-Synode ein solches Desaster herbei?

@MAXIMOS: Danke für diese Quelle. Weder stand sie meinen Eltern zur Verfügung noch wurden deren wertvolle Inhalte bis in die neuere Zeit (sogar!) Priestern im Studium vermittelt.
Freilich eine GNADE wie Sie sagen, diese Zusammenhänge zu erkennen, zu studieren und daraus Schlüsse zu ziehen. Nun - möchte ich den Allmächtigen der Unterlassung bezichtigen, viel zu wenige Gelehrte wie SIE in die …More
@MAXIMOS: Danke für diese Quelle. Weder stand sie meinen Eltern zur Verfügung noch wurden deren wertvolle Inhalte bis in die neuere Zeit (sogar!) Priestern im Studium vermittelt.
Freilich eine GNADE wie Sie sagen, diese Zusammenhänge zu erkennen, zu studieren und daraus Schlüsse zu ziehen. Nun - möchte ich den Allmächtigen der Unterlassung bezichtigen, viel zu wenige Gelehrte wie SIE in die Welt entsandt zu haben, um sich mit den Fragen im Kontext einer jeweiligen Zeit auf diese niveauvolle Weise auszutauschen.

Die kostbarste Verbündete Gottes

Ein wunderbarer Titel für die Allerseligste Gottesmutter - sollte in die Lauretanische Litanei aufgenommen werden.

Warum führte Franziskus mit der Amazonas-Synode ein solches Desaster herbei?

Insofern "P"B ein Papstamt vertritt kann er kein Häretiker sein - so ein Pech für ihn! Gut - dann eben umso deutlicher für viele f o r m e l l !! Doch: Es gibt keinen Papst "privaticus"; kraft seiner Amtsgnade ist er d e r Stellvertreter Christi, Lehrer der gesamten Christenheit qua Papst, in Lehre und Sittenfragen nicht fehlbar. Solange ein Papst das Papstamt vertritt ist ihm die Gnade der …More
Insofern "P"B ein Papstamt vertritt kann er kein Häretiker sein - so ein Pech für ihn! Gut - dann eben umso deutlicher für viele f o r m e l l !! Doch: Es gibt keinen Papst "privaticus"; kraft seiner Amtsgnade ist er d e r Stellvertreter Christi, Lehrer der gesamten Christenheit qua Papst, in Lehre und Sittenfragen nicht fehlbar. Solange ein Papst das Papstamt vertritt ist ihm die Gnade der Unfehlbarkeit als Amtsgnade übertragen; damit sind Päpste nicht approximativ Stellvertreter ihres Herrn, sozusagen mit (lediglich) einer gewissen Affinität zur Wahrheit. Nein, sie sind die Wahrheit selbst, d.h. mit ihr identisch!?? Schön wär's ! Irgendwas stimmt hier nicht, wenn man sich Worte, Taten und Geschichte/Biographie und Gesichter so ansieht . . .
Ist die Amtsgnade dem Papst übertragen wie die Fähigkeit des Priesters, die Gnade des Kreuzesopfers (auch jeden anderen Sakramentes) stets authentisch zu vergegenwärtigen, solange er Priester ist - völlig unabhängig von seinem subjektiven Stand der Gnade?
Kann mir jemand Bibelstellen nennen, dies auch auf das Amt des Papstes übertragen zu dürfen?

Womit rechtfertigt sich Vat I in dieser Frage der Unfehlbarkeit?

Prüfen wir folgendes Zitat einmal auf die menschliche Entwicklung eines Papstes hin:
„Wenn sich nun die menschliche Gestalt in ein artfremdes Gebilde verwandelt, oder zumindest der Zahl der Glieder etwas hinzugefügt oder weggenommen wird, so geht zwangsläufig der ganze Körper zugrunde oder wird missgestaltet oder zumindest geschwächt. So ist es auch für die Lehre der christlichen Religion angemessen, diesen Gesetzen des Fortschritts zu folgen, dass sie nämlich mit den Jahren gefestigt, mit der Zeit erweitert und mit dem Alter verfeinert wird, aber dennoch unzerstört und unversehrt bleibt und im gesamten Umfang ihrer Teile, sozusagen an allen ihr zugehörigen Gliedern und Sinnenvollständig und vollkommen ist, dass sie außerdem keine Veränderung zulässt, keinen Verlust ihrer Eigenart und keine Abweichung von ihrer Wesensbestimmung erträgt

Deutsche Bischöfe: Verheiratete Priester bald Realität

@svata Hora: Ja, ist leider ein Faktum. Doch die Anzahl der Fälle bedingt kein aus dem sog. "Gewohnheitsrecht" abgeleitetes Urteil der Unbedenklichkeit als stittliche Orientierung gemäß dem Wort der Hl. Schrift. Das möge doch bitte bei aller mitleidigen Einfühlung nach Gutmenschenmanier berücksichtigt werden.

Übrigens steht folgendem (so "beliebten" Zeugnis: s.u.) klar entgegen: Die Feststellun…More
@svata Hora: Ja, ist leider ein Faktum. Doch die Anzahl der Fälle bedingt kein aus dem sog. "Gewohnheitsrecht" abgeleitetes Urteil der Unbedenklichkeit als stittliche Orientierung gemäß dem Wort der Hl. Schrift. Das möge doch bitte bei aller mitleidigen Einfühlung nach Gutmenschenmanier berücksichtigt werden.

Übrigens steht folgendem (so "beliebten" Zeugnis: s.u.) klar entgegen: Die Feststellung und Einordnung der Homosexualität nach Studien des Bundes Katholischer Ärzte:

Bund katholischer Ärzte (BKÄ) mit seinem "Arbeitskreis Homosexualität":
www.bkae.org/index.php

Pfarrer Bernd Mönkebüscher
Außergewöhnlich ehrliche und offene Worte über seine Homosexualität
10.02.19 13:59

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© Szkudlarek
Hamm - Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck hat gefordert, dass die Kirche ihre Sicht auf Homosexualität verändern muss. Er hat es als abwegig bezeichnet, homosexuelle Männer von der Priesterweihe auszuschließen. Für Pfarrer Bernd Mönkebüscher eine Initialzündung, seine Gedanken dazu und seine sexuelle Veranlagung ins Wort zu bringen. Andreas Wartala sprach mit ihm über seine Beweggründe.
Respekt, Sie sind einen mutigen Schritt gegangen. Warum haben Sie jetzt Ihre sexuelle Neigung öffentlich gemacht?
Bernd Mönkebüscher: Ich habe vor allem davon geschrieben, wie ich in Bezug auf Körperlichkeit und Sexualität aufgewachsen bin. Allein die Äußerungen des Bischofs, allein das Interview, das wir jetzt führen, ist ein Beleg dafür, dass Homosexualität immer noch – ich weiß nicht von wie vielen – als etwas nicht Natürliches empfunden wird. Sie liegt aber bei rund 5 Prozent der Bevölkerung in ihrer Natur. Und seriösen Schätzungen zufolge sind rund 20 bis 50 Prozent der Priester so veranlagt.
Warum gibt es so viele schwule Priester?
Mönkebüscher: Dazu gibt es verschiedene Erklärungsversuche. Ich glaube, dass da vieles durch das Unterbewusste mitgesteuert wird. Manche meinen mit Blick auf die Vergangenheit, in der Homosexualität noch viel schärfer verurteilt wurde, dass die sexuelle Orientierung so nicht auffallen konnte. Die Alternative wäre eine „Scheinehe“ gewesen oder der etwas seltsame Onkel in der Familie.
Da bot die Kirche eher einen Schutzraum...
Mönkebüscher: Ja. Sicherlich trägt auch die widersprüchliche Haltung der Kirche zur Homosexualität bei: man darf – notfalls und geduldet – so sein, aber es darf nicht ausgelebt werden – die Voraussetzung für den zölibatär lebenden Priester. Auf andere üben besondere Kleidung und Rituale eine Faszination aus, das Verkleiden, die Gewänder, eine relative Nähe zur Schauspielerei. Dann ist es natürlich auch ein sozialer Beruf, und in sozialen Berufen, etwa der Krankenpflege, gibt es ebenfalls einen höheren Anteil homosexueller Menschen. All das ist bekannt, vielfach reflektiert und verursacht im Zusammenspiel eine gewisse Atmosphäre, die für mein Empfinden auch die Diskussion etwa um die Priesterweihe für Frauen bewusst oder unbewusst beeinflusst und zum bislang geäußerten Nein seitens der Amtskirche führt.
Und nun geben Sie dem Thema Ihr Gesicht.
Mönkebüscher: Ich glaube, dass dieses Thema auch „Gesichter“ in der Kirche braucht. Der Essener Bischof Overbeck hat gesagt, die katholische Kirche könne „im Grunde nur froh sein, wenn aufgrund vertiefter Erkenntnisse über die menschliche Sexualität Vorurteile vergangener Zeiten, die bis heute fatal nachwirken, überwunden werden“. Diese „Entpathologisierung“ der Homosexualität bedeute für die Betroffenen „eine überfällige Befreiung aus teilweise immensen Leidensgeschichten in Vergangenheit und Gegenwart“. Das hat mich angesprochen.
Sie werden sich diesen Schritt reiflich überlegt haben. Haben Sie Konsequenzen zu befürchten?
Mönkebüscher: Zusammen mit Bischof Overbeck haben sich die Leiter der Priesterseminare in Paderborn und Münster dazu geäußert, dass sie in einer homosexuellen Veranlagung keinen Hindernisgrund zur Priesterweihe sehen. Ein Hindernisgrund zur Weihe sehen sie in gleicher Weise bei hetero- wie homosexuellen Menschen bei Nichteinhaltung des Zölibates. Wenn die Bischöfe und Leiter der Priesterseminare dies ernst meinen, muss es möglich sein, über seine Veranlagung zu reden ohne Konsequenzen zu fürchten. Ich habe mindestens 40 Jahre darunter gelitten, kaum darüber reden zu können. Ich habe die Zeit meines Theologiestudiums ebenso verschlossen in Erinnerung. Sexualität und Zölibat – anders als Gehorsam – waren kaum Thema, und niemand traute sich zuzugeben, wie er veranlagt ist. Das führte auf der einen Seite zu Denunziationen, auf der anderen Seite zu extremer Einsamkeit verbunden mit der Angst, irgendwie in seiner Veranlagung, für die niemand etwas kann und die sich niemand aussucht, entdeckt und bloßgestellt zu werden.
Welche Reaktionen hat es denn gegeben?
Mönkebüscher: Ich habe sehr liebe und bestärkende Mails bekommen und wirklich freundliche Worte. Dafür bin ich sehr dankbar. Etwas Angst habe ich vor dem Gerede hintenrum, so wie es immer schlecht ist, wenn man über etwas oder jemanden spricht statt mit ihm. Und ich weiß auch, dass es Menschen gibt, die sich mit diesem Thema sehr schwer tun, weil sie entsprechend groß geworden sind und leider auch die Kirche dazu beigetragen hat, Sexualität nicht nur zu tabuisieren, sondern auch realitätsfern zu betrachten. Ich habe gerade noch ein Telefongespräch mit einem noch nicht mal dreißigjährigen Mann geführt, der sich nach seinem Auszug aus dem Elternhaus geoutet hat. Seine Eltern haben ihm Briefe geschrieben, dass er nun in die Hölle käme…
Haben Sie auch vor solchen Briefen Angst?
Mönkebüscher: Ich habe Angst, Menschen mit meiner Offenheit zu überfordern. Ich möchte niemandem vor den Kopf stoßen. Aber dann denke ich mir auch, wie sollen immer noch bestehende Vorurteile sonst aus der Welt geschafft werden, wenn wir nicht darüber sprechen? Und wenn ich denke, dass die Kirche mit ihrem Einfluss etwa in den Ländern, wo homosexuelle Menschen verfolgt werden, sich eben auf die Seite der Verfolgten stellen könnte und muss, einfach schon mit der Aussage des Katechismus, der zumindest von Respekt spricht, das wäre doch stark.
Homosexuelle Menschen im Klerus und in Priesterseminaren bereiteten Papst Franziskus Sorgen. Das hat er Ende des vergangenen Jahres so verlautbaren lassen. Menschen mit „dieser tief verwurzelten Tendenz“ sollten seiner Meinung nicht zum Priesteramt oder zu religiösen Orden zugelassen werden. Kränkt Sie solch eine Sichtweise?
Mönkebüscher: Kränken ist gar kein Ausdruck. Der Papst greift bis in die Wortwahl hinein die Formulierungen seiner Vorgänger auf. Die Begründung, die erfolgt, ist, dass Menschen dann nicht in der Lage seien, korrekte Beziehungen zu Frauen oder Männern aufzubauen. Das hat auch etwas Diskriminierendes. Ich weiß nicht, welche Belege es für solche Aussagen gibt. Mir sind keine bekannt. Und wenn Menschen heute - auch in der Kirche - Homosexualität mit Missbrauch in Zusammenhang bringen, dann ist das mehr als böswillig oder unwissend und wird eindeutig von der sogenannten Missbrauchsstudie widerlegt.
Aber die Formulierung „tief verwurzelte Tendenz“ zeigt doch, wie schwer sich die Kirche mit diesem Thema tut.
Mönkebüscher: Genau, als wäre die Sexualität irgendetwas Angehängtes, ein Teil vom Menschen, eine Tendenz eben. Wir sind doch gar nicht anders auf der Welt als so, wie wir sind. Und die Verantwortlichen wissen glaub ich schon, dass die Realität anders aussieht, dass die Kirche sich auf der anderen Seite sehr wohl dieser „Personengruppe“ bedient, weil sie gut und glaubwürdig in der Seelsorge arbeiten können und spezielle Begabungen und Fähigkeiten mitbringen.
Warum hat die Kirche – also die Kirchenleitung – ein Problem mit Homosexualität?
Mönkebüscher: Ich sehe dafür eigentlich nur einen Grund, den Umgang mit der Heiligen Schrift. Zum einen tut sich die Kirche etwa mit Segensfeiern für schwule oder lesbische Paare schwer, weil sie glaubt, dass Sex nur in der Ehe ihren Platz hat und dies auch nur, wenn „die Handlung“ offen ist für die Zeugung von Kindern. Diese Denkweise berücksichtigt nicht, was wir in den letzten Jahrzehnten und länger anders sehen: Menschen heiraten nicht in erster Linie, um Kinder zu zeugen. Sie werden auch nicht mehr verheiratet oder verkuppelt. Und da kommt ein biblischer Hintergrund: die Abrahamsgeschichte im Alten Testament etwa lebt stark von der Gottesvorstellung, dass Kinderreichtum ein Zeichen dafür ist, dass der Segen Gottes auf Abraham ruht. Und dass nur Kinder das Leben sinnvoll machen, den Stamm sichern. Sagt die Bibel denn etwas zur gleichgeschlechtlichen Liebe, wie wir sie heute kennen in Form von personalen Bindungen? Nein, gar nichts, allenfalls vermuten manche in der innigen Freundschaft zwischen David und Jonathan wohlwollende Andeutungen. In den Bibelstellen, in denen umschreibend oder begrifflich Homosexualität angesprochen wird, geht es um eine Sexualpraxis, die in keinem personalen Zusammenhang steht: es geht beispielsweise um Vergewaltigung, Knabenschänderei oder um die Vergötzung von Sexualität, um das Austauschen von Frauen durch Männer aus Überdruss oder Verachtung des anderen Geschlechts. Leider finden theologische Forschungsergebnisse oftmals erst sehr spät Eingang in die kirchliche Lehre. In anderen Fragen geht das schneller. Wenn etwa in der Apostelgeschichte steht, man solle kein Blut essen, diese Stelle hat man sehr schnell zeitgeschichtlich eingeordnet…
Sie stammen aus einem sehr katholischen Elternhaus. Konnten Sie mit ihren Eltern über Ihre sexuelle Orientierung sprechen?
Mönkebüscher: Nein. Und das tut mir bis heute weh. Ich glaube, meine Eltern, sie sind inzwischen schon gestorben, hätten mich nicht verstanden. Sie wollten in ihrer Erziehung – auch religiös gesehen – nichts falsch machen. Über Sexualität wurde nicht gesprochen. Nie. Aber dafür konnten meine Eltern nichts, sie sind selbst so erzogen worden. Und ich glaube, die Moralvorstellungen der Kirche haben daran – ich kann es leider nicht anders formulieren – schuld. Das häufige beichten müssen, um zur Kommunion gehen zu können mit reinen Händen und Herzen, und das bezog sich hauptsächlich auf die Sexualität, auch noch auf den Verkehr verheirateter Menschen, zeigt, wie sehr Sexualität mit Unreinheit und Schuld in Verbindung gebracht wurde.
Was hat das für Sie für Auswirkungen gehabt?
Mönkebüscher:
Für mich war es so, dass sehr früh etwas begann, was sicherlich andere auch kennen: man beginnt, gegen sich selbst zu kämpfen, ich wollte anders sein, „normal“. Die Auseinandersetzungen gehen nach innen und machen einen selbst zerrissen. Und das sind Wunden, deren Narben man ein Leben lang trägt.
Also hat die Kirche einen enormen Einfluss auf Ihre Eltern und damit auch auf Ihren Lebensweg gehabt. Wie konnten Sie mit dieser Zerrissenheit leben?
Mönkebüscher: Ich habe das Glück einiger sehr guter Freundschaften, die offene Gespräche mittlerweile gut ermöglichen. Aber bis es dahin kam, war es schon ein gewaltiger Weg.
Haben Sie sich Hilfe geholt?
Mönkebüscher: Ich habe, das empfinde ich nicht als einen Makel, in den letzten Jahren viele Gespräche mit einem Psychotherapeuten geführt, die natürlich nichts ungeschehen machen können, aber doch helfen, mit dem, was unabänderlich ist, zu leben und sich sogar zu versöhnen, so weit das geht. Es gab auch Phasen, in denen ich sauer war auf meine Eltern. Ich sehe jetzt stärker, dass sie gar nicht anders sein und handeln konnten. Das mit sich selbst versöhnen ist aber glaube ich ein Thema, das viele Menschen mit sich herum schleppen. Und ich hoffe, das solche Worte wie die von Bischof Overbeck und übrigens auch von anderen Bischöfen heilsame Veränderungen bewirken.
Nun sind Sie auch ein Teil dieser Kirche, die Ihnen das Leben so schwer gemacht hat. Warum bleiben Sie dabei?
Mönkebüscher: Das mag für manche masochistische Züge haben: ausgerechnet die Institution, die mein Leben auch überschattet, wird meine Arbeitgeberin. Und es gibt Tage, an denen ich mir denke: es reicht. Dazu tragen die Missbrauchsgeschichten bei oder auch die Meldung von der Vergewaltigung von Nonnen durch Priester und manches andere. Ich bleibe, weil ich mit der christlichen Botschaft viel verbinde. Ich bleibe, weil ich – auch in Hamm – wunderbare und redliche Menschen in der Kirche und in den Gemeinden kenne und schätze. Ich bleibe, weil Kirche viel mehr ist als ihre – für mich – verkürzte und teilweise menschenunfreundliche Sicht auf Sexualität. Ich bleibe, weil ich immer noch an die Erneuerung der Kirche glaube und dazu beitragen möchte. Ich bleibe, weil ich in ihr vieles finde, was ich anderswo nicht finde.
Die Worte von Bischof Overbeck sind ein erster Schritt. Was muss sich in der Kirche ändern?
Mönkebüscher: Das ernsthafte Einarbeiten theologischer und humanwissenschaftlicher Erkenntnisse in lehramtliche Aussagen ist überfällig. Die Berufung von Frauen in kirchliche Dienste inklusive Weiheamt – und dies nicht aus Gründen von Priestermangel, sondern aus Gründen von Wertschätzung und Gleichberechtigung –, eine Sensibilisierung der Gebets-Sprache, indem sie nicht mehr Bilder und Worte bemüht, die erst einer mannigfachen Übersetzung bedürfen. Wir sprechen beispielsweise immer noch davon, „in“ den Himmel zu kommen, als sei es ein Ort über den Wolken, eine zweite Welt. Dabei bedeutet Himmel das Überall Gottes. Der Himmel ist überall, so wie Gott überall ist. Ich glaube, wir brauchen eine Sprache, die nicht mehr ausgrenzt und die auch wieder im echten Dialog ist mit den Philosophen und Denkerinnen unserer Zeit, mit Künstlerinnen und Künstlern ebenso wie mit den bedürftigen, kranken und armen Menschen.
Zur Person
Bernd Mönkebüscher
geboren
1966 in Werl
Abitur 1985; Studium in Paderborn und Freiburg
Priesterweihe 1992
Vikar in Meschede und Olpe, von 1998 bis 2003 Pfarrvikar in Menden-Hüingsen, bis 2007 Pfarrer in Altenrüthen und dem zugehörigen Pastoralverbund
seit 2007 Pfarrer in Hamm, Leiter Pfarrverbund Mitte-Osten
Hobbies: Schreiben, mit Freunden etwas unternehmen, Theater